Der Rucksack: Warum der „Modetrend“ gut für den Rücken ist

Egal ob glamouröse Maxi-Handtasche, praktische Laptoptasche oder trendiger Crossover-Bag: Die meisten Menschen tragen viel zu viele Dinge mit sich herum. Das Gewicht der Taschen drückt auf die Schultern und belastet unseren Rücken. Der Rucksack ist nicht nur modische, sondern vor allem rückenschonende Alternative zu großen und schweren Taschen.

 

Rückenschmerzen sind weit verbreitet. Laut einer repräsentativen Umfrage der Statistik Austria litten 26 Prozent der interviewten Personen in den letzten zwölf Monaten an Rückenschmerzen. Umgerechnet auf die Gesamtbevölkerung bedeutet das fast zwei Millionen Menschen – und je älter die Befragten, desto häufiger waren die Probleme. Bewegungsmangel, zu langes Sitzen, falsche Haltung oder falsche Bewegung sowie Stress zählen zu den Hauptursachen. Das einseitige Tragen von schweren Taschen kann ebenfalls gesundheitliche Auswirkungen auf die Wirbelsäule und die Muskulatur im Schulter- und Nackenbereich haben.

 

„Der Körper krümmt sich automatisch, wenn er schwere Lasten ausgleichen muss. So entstehen schmerzhafte Verspannungen, die wiederum Kopfschmerzen auslösen können und langfristig möglicherweise sogar Bewegungseinschränkungen“, informiert Primar Dr. Hubert Steckholzer, Ärztlicher Standortleiter am Klinikum Bad Hall + Bad Schallerbach, Standort Bad Schallerbach. Der Experte rät daher zu Rucksäcken, die gut am Körper anliegen, deren Gewicht über Tragegurte auf beide Schultern gleichmäßig verteilt ist und die mit zusätzlichen Brustgurten die Möglichkeit einer besseren Gewichtsverteilung bieten. Aber Achtung: „Auch ein Rucksack sollte nicht unnötig schwer sein, denn das kann aufgrund der vorgebeugten Haltung zu Schulter- und Nackenverspannungen sowie zu Problemen im Bereich der Lendenwirbelsäule und sogar zu eingeklemmten Nerven führen“, so Primar Steckholzer.


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Magazin rehaZEIT (Ausgabe 2021)